Klimawende: Wir alle sind dabei.

Die Klimawende nimmt weiter Fahrt auf

Die Politik hat entscheidende Weichen gestellt. Ende 2019 wurde das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) als Teil des Klimaprogramms der Bundesregierung verabschiedet. Das Gesetz legt fest, dass ab 2021 eine CO2-Abgabe auf „in Verkehr gebrachte Brenn- und Kraftstoffe“ (zunächst Erdgas, Flüssiggase, Heizöle, Kraftstoffe) erhoben wird, um dadurch deren Verbrauch und so zugleich den CO2-Ausstoß zu senken. Die Klimawende nimmt dadurch weiter Fahrt auf.
Wie funktioniert das Brennstoffemissionshandelsgesetz? Hier wird es genauer erklärt.

Wir unterstützen Sie dabei, aktiv zur Klimawende beizutragen:

Senken Sie Ihren Energieverbrauch – wir sagen Ihnen, wie das geht.

Dadurch, dass Sie Ihren Energieverbrauch senken, reduzieren Sie ja nicht nur Ihre Emissionen, Sie behalten auch die Energiekosten im Griff. Eine Energieverbrauchssenkung macht also doppelt Sinn - und das in ganz erheblichem Maße. Selbst einfachste Maßnahmen erzielen teilweise erstaunliche Effekte. Um bis zu 15 % lässt sich Experten zufolge beispielsweise der Energieverbrauch allein durch das regelmäßige Entlüften der Heizkörper (bei klassischen Warmwasserheizanlagen) senken!

Damit nicht genug. Es gibt noch viel mehr Möglichkeiten, Emissionen und Kosten zu senken. Wir sagen Ihnen, welche das sind.

Energiesparen leicht gemacht: 11 Praxistipps

Tipp 1: Heizkörper regelmäßig (richtig) entlüften

Wenn es in der Heizung gluckert, wird Energie verschwendet, denn dann befindet sich Luft im System. Am besten mindesten einmal im Jahr alle (!) Heizkörper entlüften – und zwar so:

a. Umwälzpumpe abstellen b. 30 – 60 min warten c. Thermostat (am Heizkörper) auf höchstmögliche Stufe stellen d. Auffanggefäß unter Entlüftungsventil stellen und mit dafür geeignetem Vierkantschlüssel (bei uns erhältlich) langsam Ventil aufdrehen, bis Luft (hörbar) entweicht e. Sobald Flüssigkeit austritt, Ventil mit Schlüssel wieder schließen f. Umwälzpumpe wieder einschalten und Wasserdruck (Manometer-Anzeige im grünen Bereich) prüfen; ggfs. Wasser nachfüllen.

Tipp 2: Fensterwärmeverluste minimieren.

Unabhängig vom jeweiligen Fenster-Typ gilt: Wenn es dunkel wird, am besten Rollläden runter und Vorhänge zu. Ansonsten lohnt ein kritischer Blick auf die Fenster selbst: Entsprechen diese dem aktuellen Energielabel A (früher: A +++), wird unter energetischen Gesichtspunkten das derzeitige Optimum erreicht!

Tipp 3: Richtig lüften.

Dieser Tipp ist wirklich extrem wichtig: 2 x pro Tag Stoßlüften (Fenster für mehrere Minuten ganz öffnen) statt dauernd Fenster schräg stellen oder immer mal wieder kurz lüften, bringt ordentlich Frischluft – und spart viel Energie. Zudem wird dadurch die Schimmelgefahr reduziert.

Tipp 4: Warmwasserverbrauch reduzieren

Es gibt viele Methoden, um im Haushalt warmes Wasser (und damit Energie) zu sparen. Zum Beispiel mit Sparduschköpfen und Spar-Armaturen für die Waschbecken. Oder indem Wannenbäder durch Duschbäder ersetzt werden.

Tipp 5: Raumtemperatur anpassen

Vielfach ist zu lesen, dass eine um ein Grad niedrigere Raumtemperatur bis zu sechs Prozent Energie einsparen hilft. Tatsächlich ist es in jedem Fall sinnvoll, die Temperatur im Schlafzimmer auf 17/18 Grad zu begrenzen und ansonsten nur das Bad auf 22 oder 23 Grad zu erwärmen.

Tipp 6: Intelligente Temperaturführungssysteme einsetzen.

Um die oben genannten Temperaturen „einzuhalten“ und vor allem auch um bei Abwesenheit die Temperatur zielgenau absenken und dadurch Energie sparen zu können, empfiehlt sich der Einsatz von intelligenten („smarten“) Thermostaten. Neueste Geräte können dabei sogar auf kurzfristige Veränderungen der online verknüpfbaren Wettervorhersage reagieren!

Tipp 7: Heizungsrohre in unbeheizten Räumen dämmen.

Sehr viel Heizenergie geht - vor allem in älteren Gebäuden – auch dadurch verloren, dass die Warmwasserleitungen in unbeheizten Keller- und Technikräumen nicht ausreichend gedämmt sind. Bereits mit einfacher (professioneller) Dämmung dieser Rohre lässt sich hier viel bewegen.

Tipp 8: Heizkörperleistung optimieren.

Viele Heizköper können ihr Heizpotenzial nicht optimal ausschöpfen, weil die Außenwand dahinter nicht optimal gedämmt ist (was unnötige Wärmeverluste verursacht) oder der Heizkörper durch Sessel oder Sofas verstellt ist (wodurch der Konvektionsstrom der warmen Luft gestört wird).

Tipp 9: Fassaden-, Zwischenböden- und Dachdämmungen prüfen, ggfs. erneuern.

Ein besonders großes Dämm-Einsparpotenzial (im Verhältnis zu den Investitionen) bieten die Decke zu unbeheizten Dachgeschossräumen sowie die Decke zu unbeheizten Kellerräumen.

Tipp 10: Tür- und Fensterdichtungen prüfen, ggfs. tauschen.

Oft unterschätzt, aber tatsächlich geht über fehlerhafte oder verschlissene Dichtungen überdurchschnittlich viel Wärme verloren.

Tipp 11: Heiztechnik überprüfen, ggfs. erneuern.

Die Durchschnittsheizung in Deutschland ist 18 (!) Jahre alt. Viele davon nutzen weder Erdgas (das als umweltschonendster aller fossiler Energieträger gilt), noch kommt moderne Brennwerttechnik zum Einsatz. Darüber lassen sich sowohl der CO2-Ausstoß als auch die laufenden Kosten reduzieren!