Thüga Energie unterstützt Pilotprojekt „Junior-Klimaschutzmanager in Sportvereinen“

15 Spielerinnen des FV Bad Waldsee möchten im Verein und zuhause Energie sparen und haben deshalb, gemeinsam mit ihren Trainern Roland Ruoff und Harald Beyrle, an der Schulung „Junior-Klimaschutzmanager in Sportvereinen“ teilgenommen. Unser Bild zeigt die Spielerinnen und dahinter (von links) Marcus Mohr (Vertriebsleiter Thüga Energie), Walter Göppel (Geschäftsführer der Energieagentur), Jugendtrainer Harald Beyrle, Joachim Alber von der Energieagentur Ravensburg sowie Jugendtrainer Roland Ruoff. Foto: bg

Junge Fußballerinnen wollen Energie sparen und lassen sich ausbilden
Bad Waldsee. 15 Mädchen der Fußballjungend Bad Waldsee haben im November an der Schulung zu Junior-Klimaschutzmanagerinnen in Sportvereinen teilgenommen. Initiiert von der Energieagentur Ravensburg und unterstützt vom Energieunternehmen Thüga Energie, soll dieses Pilotprojekt Jugendliche in Sportvereinen, aber auch zu Hause, für die Energieverschwendung sensibilisieren und zum Sparen animieren.

Die Idee dazu kam vor drei Jahren vom Sportkreis Ravensburg. Dieser beauftragte die Energieagentur Ravensburg damit, ein Projekt auszuarbeiten, das beim Energiesparen helfen soll. Walter Göppel, Geschäftsführer der Agentur, arbeitete mit seinem Kollegen Joachim Alber ein Konzept aus, das aus drei Stufen besteht. „Zunächst bilden wir in den Vereinen sogenannte Energiemanager aus“, so Göppel. Das ist der Theorieteil.
Anschließend finden Rundgänge durch die Vereine statt, um Energieverschwender auszumachen und zu beseitigen. Zuletzt holen sich Göppel und Alber Rückmeldungen von den Teilnehmern, um ihr Konzept auszubauen und zu verbessern. 

In seiner Funktion als Bad Waldseer Betreuer für den European Energy Award lernte Göppel Harald Beyrle kennen, Vorstand für Frauen- und Mädchenfußball und Jugendtrainer der Mädchenfußballmannschaft des FV Bad Waldsee. Beyrle war begeistert von Göppels Idee und leitete die Schulung in die Wege. 

15 Jugendfußballerinnen ließen sich nun von Göppel und Alber zu „Junior-Klimaschutzmanagerinnen in Sportvereinen“ ausbilden. In einem zweistündigen Vortrag informierten Göppel und Alber die Mädchen über CO2-Emissionen, Strompreise, energieeffiziente Lampen, Kennzeichnungen von elektrischen Geräten und was man selbst tun kann, um Energie und Geld zu sparen. 

„Bereits ein Grad Celsius weniger Raumtemperatur bedeutet eine Ersparnis von vier bis sechs Prozent“, so Göppel. Außerdem entspreche der jährliche, deutschlandweite Stand-by Verlust von Fernsehern und Computern dem Stromverbrauch der Stadt Berlin. Göppel erklärte auch, wie man richtig Lüftet und heizt, wie man Wasser spart und zeigte im direkten Vergleich um wie viel effizienter Energiesparlampen sind. 

Stromfresser zu Hause aufspüren

Die Mädchen sollen auch zu Hause Energiesünder beseitigen. Dafür bekamen sie Strommesser und Datenblätter mit und sollen als Anreiz mit ihren Eltern vereinbaren, dass sie die eingesparten Energiekosten als Taschengeld bekommen. 

„Ich habe richtig Lust, alles was ich heute gelernt habe sofort umzusetzen“, sagt Larisa Spägele, 16. Sie wollte zur Schulung, weil sie es wichtig findet zu wissen, was man selbst zum Klimaschutz beitragen kann. Auch Kerstin Halder, 16, wollte etwas über das Sparen lernen. Auf dem Technischen Gymnasium erfahre sie viel über Energie, aber nichts Praxisbezogenes. „Was Energieeffizienz angeht, sind wir im Verein schon ziemlich gut. Wir haben Bewegungsmelder, eine Lüftordnung im Vereinsheim und nutzen die Flutlichtanlage so sparsam wie möglich. Beim Duschen und Föhnen kann man aber bestimmt noch was einsparen“, sagt sie. 

„Ich fand den Vortrag gar nicht so langweilig wie ich gedacht hatte“, meint Neslihan Sinopluoglu, 16. „Es gab eine interessante Präsentation und viel Anschauungsmaterial.“ Sie ist Mitglied in der ELSA-Gruppe Umwelt am Gymnasium Bad Waldsee und will die Inhalte der Schulung in die Arbeitsgruppe einbringen. „Das erste, was ich daheim ändern werde um Energie zu sparen, ist den Stand-by-Modus beim Fernseher ausmachen und kürzer duschen“, sagt Sinopluoglu. 

Mitte Januar wollen sich die Junior-Klimaschutzmanagerinnen und Göppel noch einmal treffen und besprechen, was im Vereinsheim bereits verbessert wurde und was noch geändert werden muss.
Quelle: Schwäbische Zeitung 29.11.2013, Text: Xenia Engelhardt