Startschuss für klimafreundliches Wärmenetz im Masurengebiet

Freuen sich auf den Baustart des Wärmenetzes im Masurengebiet im kommenden Frühjahr (v. l.): Dr. Markus Spitz, Geschäftsführer der Thüga Energie, Markus Faller, Geschäftsführer der neuen Thüga Quartier Wärmeversorgung GmbH, und Projektentwickler Michael Köhn. © Fotograf: Frank Müller // Bildrechte: unbegrenzte und kostenfreie Nutzung bei redaktioneller Verwendung

Gute Nachrichten für die Bürgerinnen und Bürger im Quartier Masurengebiet: Das geplante Wärmenetz wird gebaut. Im Frühjahr 2026 starten die Bauarbeiten. Der im September 2024 eingereichte Förderantrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wurde bewilligt. Gemeinsam mit einer voraussichtlichen Anschlussquote von über 50 Prozent ist damit die wirtschaftliche Grundlage für die Umsetzung geschaffen.

Um das Projekt zu realisieren, wurde im vergangenen Jahr eigens die Thüga Quartier Wärmeversorgung GmbH gegründet. Ihr übergeordnetes Ziel ist es, die Wärmeversorgung in Singen Schritt für Schritt auf regenerative Energieträger umzustellen. Dazu gehören nicht nur die Erzeugung und Lieferung von Wärme, sondern auch die Planung, der Bau und der Betrieb von Wärmeerzeugungsanlagen und -netzen. Erstes Projekt ist das Wärmenetz im Masurengebiet – in direkter Nachbarschaft zur Thüga Energie.

„Wir freuen uns sehr, dass es jetzt losgeht“, sagt Markus Faller, Geschäftsführer der neuen Gesellschaft. „Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern innovative Konzepte für die Wärmewende umzusetzen – für mehr Komfort, Versorgungssicherheit und Klimaschutz.“

Auch Dr. Markus Spitz, Geschäftsführer der Thüga Energie, betont die Bedeutung: „Endlich haben wir grünes Licht von der BAFA erhalten. Dieses Projekt ist ein Meilenstein für die Stadt Singen und die Region auf dem Weg zu einer nachhaltigen und zukunftssicheren Wärmeversorgung.“

Hohe Investition in nachhaltige Wärmeversorgung
Die Thüga Quartier Wärmeversorgung GmbH investiert rund 8 Millionen Euro in den Aufbau eines nachhaltigen und effizienten Wärmenetzes im Masurengebiet. „Der Bau erfolgt in drei Bauabschnitten – und solange die Straße geöffnet ist, können sich Interessierte für einen Anschluss entscheiden“, erklärt Projektleiter Michael Köhn von der Thüga Energie. „Auf der Projektseite www.thuega-energie.de/quartier-masurengebiet kann man Interesse an einem Wärmeanschluss anmelden oder direkt einen persönlichen Beratungstermin vereinbaren.“

Synergien mit städtischen Bauarbeiten
Die Arbeiten werden eng und partnerschaftlich mit den geplanten Sanierungsmaßnahmen der Stadt und der Stadtwerke Singen abgestimmt, die im kommenden Frühjahr beginnen. So können Synergien genutzt, Kosten reduziert und Belastungen durch Lärm und Schmutz möglichst geringgehalten werden. Auch wenn bestehende Heizungsanlagen noch funktionsfähig sind, ist ein frühzeitiger Anschluss ratsam, da spätere Anschlüsse mit höheren Kosten verbunden sind.

Nachhaltig, effizient und zukunftssicher
Das Wärmenetz wird von Beginn an mit mindestens 85 Prozent erneuerbarer Energie betrieben und übertrifft damit deutlich die gesetzliche Vorgabe von 65 Prozent. Bis 2035 soll die Heizzentrale vollständig klimaneutral arbeiten. Zum Einsatz kommt ein Technologiemix aus Wärmepumpe, Blockheizkraftwerk und Pelletkessel, mit dem flexibel auf Bedarf und Energiepreise reagiert werden kann.