Die Gemeinde Gailingen als Eigentümerin und Betreiberin sowie die Thüga Energie freuen sich über die Inbetriebnahme einer neuen Photovoltaik-Freiflächenanlage. Mit 10.500 Modulen, einer Leistung von 7.322 kWp und einem prognostizierten Jahresertrag von 8.135.475 kWh stellt die Anlage einen bedeutenden Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Energieversorgung vor Ort dar.
Für Dr. Thomas Auer, Bürgermeister von Gailingen, sprechen die positiven Auswirkungen für sich: „Der Solarpark leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und ist darüber hinaus auch Einnahmequelle für unseren kommunalen Haushalt. Wir sind stolz darauf, dass Gailingen mit diesem Projekt eine Vorreiterrolle in der Region einnimmt. Die rund 5 Hektar große Anlage steht auf gemeindeeigenen Grundstücken. Die Fläche wird extensiv bewirtschaftet, wodurch ökologisch wertvolle Flächen entstehen."
Bereits am 23. März 2022 fasste der Gemeinderat den Grundsatzbeschluss zur Realisierung einer Freiflächensolaranlage auf eigenen Grundstücken. Auf dem Weg bis zur Fertigstellung mussten viele Hürden überwunden werden. „Neben der Schaffung der planungsechtlichen Voraussetzungen war auch die Ausschreibung und die Vergabe einer solchen technischen Anlage dieser Dimension eine besondere Herausforderung“, so Steffen van Wambeke, der das Projekt für die Gemeinde betreuen durfte.
Auch Karl Mohr, Regionalleiter der Thüga Energie in Singen, betont die Bedeutung dieses Projekts: „Die Inbetriebnahme der kommunalen Solaranlage in Gailingen ist ein wichtiger Meilenstein auf unserem Weg zur Dekarbonisierung der Energieversorgung. Wir freuen uns, als Abnehmer des regional produzierten Ökostroms einen Beitrag zur Energiewende zu leisten und unseren Kunden nachhaltige Energie anbieten zu können. Dieses Projekt ist ein bemerkenswertes und neues Konzept in der Region, bei dem die Kommune als Investor auftritt und wir als regionaler Versorger die vor Ort erzeugte Energie für die Region nutzbar machen."
Damit dieses innovative Modell erfolgreich realisiert werden konnte, war eine frühzeitige und sorgfältige technische Planung entscheidend.
Als verantwortlicher Netzbetreiber startete deshalb die Thüga Energienetze bereits vor rund zwei Jahren mit der Projektvorbereitung. „Wir haben intensiv gerechnet und geprüft, an welchem Standort die PV-Freifläche an das Mittelspannungsnetz angeschlossen werden kann“, berichtet Projektkoordinator Erwin Gräble und ergänzt: „Wir waren in engem und sehr gutem Austausch mit allen Projektbeteiligten, haben gemeinsam eine gute Lösung entwickelt und im Vorfeld bereits das Mittelspannungsnetz ertüchtigt. Damit gewährleisten wir eine Versorgungssicherheit und einen hochwertigen technischen Standard.“
Der Strombezug wird über ein Power Purchase Agreement (PPA) durch die Syneco, ein Tochterunternehmen der Thüga AG, abgewickelt. Syneco ist spezialisiert auf Energiebeschaffung und Erzeugungsvermarktung und bündelt ihre Dienstleistungen, um eine effiziente und nachhaltige Energieversorgung zu gewährleisten. Die Thüga Energie, das Stadtwerk Tauberfranken und energie schwaben – beide ebenfalls Teil der Thüga-Gruppe – nehmen jeweils ein Drittel des produzierten Stroms ab. Als regionaler Energieversorger wird die Thüga Energie den lokal erzeugten Solarstrom unter dem Namen „RegioStrom“ in Gailingen und der Region Hegau-Bodensee vermarkten.
Diese Zusammenarbeit innerhalb der Thüga-Gruppe ermöglicht es, Synergien zu nutzen und innovative Projekte wie den Solarpark in Gailingen effizient umzusetzen. Das stärkt nicht nur die regionale Energieversorgung, sondern fördert auch die Energiewende auf kommunaler Ebene.
Ökostrom aus der Region für die Region
Gemeinsam für eine nachhaltige Energiezukunft: Zur offiziellen Eröffnung des neuen Solarparks in Gailingen versammelten sich (von links nach rechts) Dr. Markus Spitz (Thüga Energie), Stefan Heck (Thüga Energienetze), Karl Mohr (Thüga Energie), Landtagsabgeordnete Saskia Frank (Grüne), Erwin Gräble (Thüga Energienetze), Dr. Thomas Auer (Bürgermeister Gailingen am Hochrhein) und Steffen van Wambeke (Gemeinde Gailingen). Foto: hanse knödler fotodesign
