Großer Andrang bei Thüga-Fest

Unternehmen feiert 75 Jahre Firmengeschichte - Gäste suchen Unterhaltung und Information - Viel Interesse an Neuerungen am Energiemarkt
Singen - "Feiern ist pure Energie" - das Motto war Programm: Die Thüga Energie und die Thüga Energienetze feierten am Wochenende das
75-jährige Jubiläum der Strom- und Erdgasversorgung in Singen und boten zwei Tage lang viel Abwechslung für Groß und Klein. Die zahlreichen Besucher erlebten auf dem Firmengelände in der Industriestraße jede Menge bunte Unterhaltung. Viele wollten sich rund um das Thema Energie informieren. In einer lockeren Talkrunde hatte die Geschäftsführung das Unternehmen zur Eröffnung des Festes am Samstag vorgestellt.

Die blauen Thüga-Luftballons, die an die jüngsten Besucher verteilt wurden, leuchteten überall. Die Kleinen freuten sich auch über Hüpfburg, Bagger oder Kinderschminken. Im Festzelt wurden die Gäste von verschiedenen Musikvereinen und Tanzgruppen unterhalten. Für besonders große Begeisterung sorgte das hochkarätige Showteam "Blues Brothers" des Turnvereins Ludwigshafen mit der "Blue-Energy".

Für alle, die wissen wollten, wie Strom funktioniert, wurden an beiden Festtagen Experimente vorgeführt. "Das hat mir am besten gefallen", erklärte Andreas Kühn aus Singen, der mit seiner Ehefrau Eva den Sonntagsspaziergang auf das Thüga-Gelände verlegt hatte. "Wir wollen sehen, ob der Strom vielleicht billiger wird", lachten Thomas und Rosa Maria Roos aus Rielasingen. Auch Ingeborg und Harald Scheufele aus Gottmadingen interessierten sich als Kunden für die Jubiläumsfeier, bei der auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt war.

Auf großes Interesse stießen die Vorträge über KfW-Förderprogramme und Heizungstausch nach EWärmeG. Zudem konnte Michael Kugler im Einzelgespräch viele Tipps geben: "Allein durch den Austausch eines Heizkessels kann man mindestens 15 Prozent Energie einsparen", betonte der Energieberater, der für individuelle Kundenberatungen zur Verfügung steht.

Spannende Einblicke in das moderne Management von Strom-, Gas- und Wassernetzen gab es bei den Führungen durch die Netzleitstelle der Thüga Energienetze, zu deren Bereich mehr als 120 Gemeinden gehören. Auch über Erdgas-betriebene Autos sowie LKWs, die mit Speiseresten statt mit Diesel betrieben werden, konnte man sich informieren. Pensionär Peter Grubert erzählte über die Firmengeschichte und es gab zwei Fahrten mit dem Heißluftballon zu gewinnen.

Die Geschäftsführer der beiden Unternehmen äußerten sich zufrieden mit dem Jubiläumswochenende: "Es war eine tolle Veranstaltung für die ganze Familie", freuten sich Markus Spitz und Markus Gute. Und Jürgen Becker ist überzeugt: "Die Mischung aus Unterhaltung und Information kommt an."

Text: Karin Zöller, SÜDKURIER, 16.09.2013


Kommentar: Kommunale Stütze

Mit 75 hätten sich die beiden Töchter gut gehalten, schmeichelte der Vorstand der Thüga-Aktiengesellschaft Gerhard Holtmeier der Thüga Energie und Energienetze zu Beginn der Jubiläumsfeier auf dem Singener Firmengelände und verschwieg dabei, dass die 146 Jahre alte Mutter schon immer ganz schön flott unterwegs war. "Um 1900 zählte die Thüga zu den größten Gasversorgern im Deutschen Reich mit Schwerpunkt auf Sachsen und Thüringen. Die Thüga ist heute Kern des deutschlandweit größten kommunalen Netzwerks kommunaler Energie- und Wasserdienstleister, die gesellschaftsrechtlich miteinander verbunden sind. Sie ist in zwölf Bundesländern an rund 100 Unternehmen beteiligt", ist bei Wikipedia nachzulesen. Und dabei fällt auf, dass dem Wörtchen "kommunal" eine zentrale Rolle zukommt. Genau das wollte die Firmenleitung am Wochenende wohl auch mit dem großen Fest zum 75-jährigen Bestehen des Unternehmens zeigen: Die enge Verbindung mit der Gemeinde, mit den Menschen in der Region. "Wir versorgen über 100.000 Kunden vor Ort", sagte Geschäftsführer Markus Spitz im lockeren Jubiläumstalk.

Offensichtlich fühlen die sich ebenfalls mit ihrem Energieversorger eng verbunden, wie der gute Besuch des Festes zeigte. In Zeiten der harten Konkurrenz unter den Stromanbietern hat der lokale damit gepunktet, dass er sich seit vielen Jahren als einer der wichtigsten Sponsoren an der Entwicklung der Kommune beteiligt. Sport- und Kulturvereine können davon profitieren und mit ihnen die Gesellschaft. Das wird mit Treue belohnt!

Text: Gudrun Trautmann, SÜDKURIER, 16.09.2013