Ziel: Bis 2020 nur noch halb so viel Kohlendioxid
Bad Schussenried (sz) – Seit zwei Jahren setzt die Stadt Bad Schussenried bereits auf Erdgas mit 30 Prozent Bioerdgas. Geliefert wird es von der Thüga Energie, die das Bioerdgas in einer eigenen Aufbereitungsanlage in Kißlegg erzeugt. Auch in Zukunft soll das so bleiben. Das wurde in einem neuen Liefervertrag festgehalten, den Bürgermeister Achim Deinet und der regionale Vertriebsleiter der Thüga Energie, Marcus Mohr, nun unterzeichnet haben.
Pro Jahr benötigt die Kommune rund 2,1 Millionen Kilowattstunden Erdgas. 30 Prozent der benötigten Energie wird auch in Zukunft von der Thüga Energie durch regenerativ erzeugtes Bioerdgas bereitgestellt. Das entspricht 100 Tonnen weniger CO2-Ausstoß pro Jahr. „Mit dem Bezug von Erdgas mit Bioerdgas-Anteil kommen wir unserem großen Ziel, bis 2020 50 Prozent CO2 einzusparen, noch ein Stück näher“, sagte Bürgermeister Deinet bei der Vertragsunterzeichnung. Seit 2006 konnte der CO2-Ausstoß dank verschiedener Maßnahmen bereits um 34 Prozent gesenkt werden. Dieses Engagement dient nicht nur dem Klimaschutz, sondern bringt Bad Schussenried auch international Anerkennung: Ende 2012 wurde die Stadt mit dem European Energy Award in Gold ausgezeichnet.
„Für den Klimaschutz setzen wir uns auch nach der Auszeichnung weiterhin konsequent ein“, so Deinet. Daher hat der Gemeinderat entschieden, die städtischen Gebäude weiterhin mit Erdgas zu beheizen, das 30 Prozent Bioerdgas enthält.
Das Bioerdgas wird nur 25 Kilometer entfernt in Kißlegg erzeugt. Zunächst wird aus Speiseresten Rohbiogas gewonnen. Dieses wiederum wird von der Thüga Energie in einer Anlage aufbereitet und in das Erdgasnetz eingespeist. „Das von uns bereitgestellte Bioerdgas ist in seinen Heizeigenschaften komplett identisch mit herkömmlichem Erdgas“, erklärte Marcus Mohr von der Thüga Energie. Weil es jedoch regenerativ erzeugt wurde, verursacht es unter dem Strich weniger CO2.
Quelle: Schwäbische Zeitung Biberach vom 09.10.2013
