Nachhaltige und komfortable Energieversorgung

Hofquatier Alemannenstraße
Die BPD Immobilienentwicklung setzt auch beim Hofquartier in der Alemannenstraße auf die Zusammenarbeit mit der Thüga Energie. Der regionale Energiedienstleister sorgt dort mit einem Gas-Blockheizkraftwerk für Wärme und Strom. Betreut hat das Projekt Noreen Cordemann von der Thüga Energie.

Eine sichere Wärme- und Stromversorgung, die nachhaltig, günstig und komfortabel ist – all diese Kriterien erfüllt das neueste Contracting-Projekt der Thüga Energie. Umgesetzt wird es im Auftrag von BPD Immobilienentwicklung, der Bauherrin des Hofquartiers in der Singener Alemannenstraße. Kurz bevor hier die ersten Bewohnerinnen und Bewohner einziehen, ist bereits die Heizzentrale erfolgreich in Betrieb gegangen.

Das Herz der von der Thüga in Zusammenarbeit mit Partner-Firmen aus der Region errichteten Heizzentrale bildet ein Blockheizkraftwerk. Dank eines sehr hohen Wirkungsgrads hat dieses einen Hocheffizienznachweis, was bedeutet: Es wird extrem sparsam mit Primärenergie umgegangen. Als Brennstoff kommt Erdgas zum Einsatz, das von allen fossilen Energieträgern die geringsten Emissionen an Schadstoffen und klimabelastendem Kohlendioxid aufweist. Ergänzt wird das Energiesystem durch einen Erdgas-Brennwertkessel, der die Spitzenlast an kalten Wintertagen abdeckt. Der parallel zur Wärme anfallende Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist.

Eigentümer und Betreiber der Anlage ist die Thüga Energie, die auch für Wartung und Reparaturen sorgt. Die BPD Immobilienentwicklung GmbH steuert die Investition für die Hausinstallationen bei. Das Erdgas-BHKW hat eine thermische Leistung von 39 Kilowatt sowie eine elektrische von 20 Kilowatt, der Brennwertkessel verfügt über 246 Kilowatt. Insgesamt sollen rund 350.000 Kilowattstunden Wärme pro Jahr erzeugt werden. Genug, um die fünf Mehrfamilienhäuser mit ihren insgesamt 57 Wohneinheiten zu versorgen. Daneben werden rund 100.000 kWh Strom erzeugt, die ins öffentliche Netz eingespeist werden.

Zweites Projekt mit BPD
BPD Immobilienentwicklung hat bereits beim Bauprojekt „Neue Mitte Salem“ mit der Thüga Energie als Partner für die Heizzentrale kooperiert. „Wir freuen uns über die erneute Zusammenarbeit im HOFQUARTIER in der Alemannenstraße in Singen. Die Eigentumswohnungen sind fertiggestellt und die ersten Übergaben an die Erwerber finden im Frühjahr 2021 statt", sagt Rainer Beitlich, Projektentwickler BPD Niederlassung Stuttgart, stolz und ergänzt: „BPD ist ein schonender Umgang mit Ressourcen wichtig, daher haben wir uns in diesem Projekt für ein Erdgas-BHKW entschieden."

Rund 40 Tonnen CO2-Ersparnis pro Jahr
Auch Noreen Cordemann, Projektleiterin bei der Thüga Energie, betont die Zukunftsfähigkeit der gewählten Heiz-Lösung. Das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung, nach dem das BHKW arbeitet, sei für eine sichere dezentrale Wärmebereitstellung und damit für Quartierskonzepte ideal. Wegen der im Vergleich zu anderen Technologien hohen Effizienz, würden dem Klima eine Menge Treibhausgas-Emissionen erspart. In Zahlen: Die CO2-Emissionen sinken beim Projekt Hofquartier gegenüber konventionellen Heizkesseln um fast 40 Tonnen pro Jahr. Zudem kann die Anlage auch mit regenerativ erzeugtem Gas betrieben werden. „Wir bewahren damit die angesichts des Wandels der Energielandschaft nötige Flexibilität“, sagt Cordemann.

Im Frühjahr 2021 sollen die ersten Hausbewohner mit Wärme versorgt werden. Und um die Nachhaltigkeit zu maximieren, installiert die Thüga Energie auch drei Wallboxen mit elf Kilowatt Ladeleistung, an denen sich zukünftig Elektroautos laden lassen.

Im Bodenseeraum engagiert sich die Thüga Energie in mehreren Projekten als Wärmelieferant im Rahmen ähnlicher Konzepte, die mit verschiedenen Investoren umgesetzt wurden. Zu den neuen Vorhaben zählt unter anderem ein Projekt in Gottmadingen.