Vom Wasserturm zum Eiffelturm

Radeln für mehr Blutplasma-Spenden: Diese Aktion unterstützt die Thüga Energie finanziell. Regionalleiter Sebastian Körner (li.) übergab den Scheck im Kundenzentrum in Schifferstadt persönlich an Matthias Sinn

Die Thüga Energie spendet 300 Euro für die Charity-Tour von Matthias Sinn für den Verein dsai e.V. (Deutsche Selbsthilfe für angeborene Immundefekte). Unter dem Motto „Vom Wasserturm zum Eiffelturm“ wird Sinn im Juni mit dem Klapprad nach Paris radeln. Los geht es in seiner Heimatstadt Lustadt am Wasserturm. Auf der rund 600 Kilometer langen Strecke bis zum Wahrzeichen von Paris möchte er auf die Bedeutung privater Blutplasmaspenden aufmerksam machen.

Personen mit Immundefekt sind auf Medikamente dringend angewiesen. Auch Menschen mit transplantierten Organen, Verbrennungsopfer, der Bluterkrankheit oder Krebs benötigen Plasmaspenden. Da weder Blut noch Plasma künstlich hergestellt werden können, sind viele Menschen nach wie vor auf gesunde Spender angewiesen. Durch die Pandemie ist die Spendenbereitschaft jedoch spürbar zurückgegangen. Umso wichtiger ist es, zuverlässige Plasma-Spenderinnen und -Spender zu gewinnen sowie das Plasmazentren-Netz auszuweiten. Dafür setzt sich der dsai e. V. unter anderem ein.

Matthias Sinn unterstützt den Verein seit längerem. Auslöser war, dass die Tochter von Freunden an einem selten vererbbaren Immundefekt (CVID-Variables Immundefektsyndrom) leidet und Fremdplasma benötigt. „Für sie und natürlich alle anderen Betroffenen möchte ich mein Herzblut einsetzen“, erklärt der 51-Jährige, der selbst Plasma-Spender ist. Deshalb hat er sich diese besondere Möglichkeit gesucht, um zu helfen. Auf seiner Homepage „turmbotschafter.de“ postet er Fotos von seiner Tour und deren Vorbereitungen. Wer möchte, kann ihn also online auf seinem Weg nach Paris begleiten.

„Diese tolle Charity-Aktion unterstützen wir gerne“, so Regionalleiter Sebastian Körner von der Thüga Energie. „Schließlich kann jeder in eine Lage kommen, in der er auf Blutplasma angewiesen ist.“ Das Thema sei deshalb zu wichtig, um aus dem Fokus zu geraten. Nun bleibt zu hoffen, dass die Tour für möglichst viele Menschen zum Anstoß wird, Spender oder Spenderin zu werden.