Energie im Wandel. Jetzt im MAC 2

Der Thüga EnergieRaum im MAC 2. © Fotograf: Frank Müller // Bildrechte: Unbegrenzte und kostenfreie Nutzung bei redaktioneller Verwendung

Zur feierlichen Eröffnung des neu gestalteten Thüga EnergieRaums im MAC 2 (v.l.n.r.): Dr. Markus Spitz (Thüga Energie), Hermann Maier und Gabriela Maier-Unbehaun (MAC Museum Art & Cars) sowie Katrin Jung (Thüga Energie) Foto: Christina Louise Photography

Wer das MAC 2 besucht – den zweiten Standort des Singener Museums Art & Cars – rechnet mit Design, Motoren und Automobilgeschichte. Umso überraschender ist ein Raum, der sich ganz dem Thema Energie widmet. Doch gerade hier, wo Vergangenheit, Technik und Zukunft aufeinandertreffen, passt er perfekt hin: Der EnergieRaum, gestaltet von der Thüga Energie, wurde jetzt grundlegend überarbeitet – interaktiv, multimedial und zukunftsgerichtet. Er schlägt die Brücke von der Faszination Auto zur dekarbonisierten Energieversorgung – mit Exponaten, Videos und digitalen Stationen, die zeigen, wie Energie unsere Gesellschaft gestern, heute und morgen antreibt.

Energiegeschichte entdecken – ein Exponat als Zeitreise
Ein zentrales Highlight der Ausstellung ist ein interaktives Exponat zur Singener Energiegeschichte. Es lädt Besucherinnen und Besucher zu einer Zeitreise durch über 100 Jahre Energieversorgung ein. Auf einem horizontal beweglichen Monitor lässt sich die Entwicklung der Energieversorgung in Singen nachvollziehen – von der Elektrifizierung im späten 19. Jahrhundert über den Ausbau der Gas- und Erdgasversorgung bis hin zu heutigen Lösungen für eine CO₂-neutrale Zukunft.

An jeder Station entlang der digitalen Zeitleiste öffnet sich ein prägnanter Text, der ein historisches Schlüsselereignis beleuchtet. Wer mehr erfahren möchte, tippt auf den Info-Button – und erhält vertiefende Inhalte, historische Bilder oder Zusatzinfos im Vollbildmodus. So wird aus der digitalen Spur ein zentrales Ausstellungsexponat, das Geschichte nicht nur erzählt, sondern erfahrbar macht.

Ergänzt wird das Exponat durch kleine analoge Objekte, die einzelne Meilensteine zusätzlich veranschaulichen – von Glühlampen als Symbol für die Elektrifizierung über ein Konzessionsdokument von 1924 bis hin zu einem Modell-Windrad oder einem leuchtenden Energie-Cube.

Der E-Golf als Brücke zum Automobilmuseum
Einen starken thematischen Bezug bietet ein weiteres Exponat mit E-Golf und einer Wallbox zum Laden. Als Volkswagen 2014 mit dem e-Golf ein vertrautes Modell elektrifizierte, galt das als Meilenstein: Ein Pionier der alltagstauglichen Elektromobilität, der das Neue im Bekannten sichtbar machte.

Besonders bemerkenswert: In den ersten beiden Jahren stellte Volkswagen Käufern bis zu 30 Tage pro Jahr kostenlos einen Mietwagen zur Verfügung – etwa für Urlaubsfahrten. Damit begegnete der Konzern aktiv der Sorge um Reichweite und machte Elektromobilität praktisch erlebbar. Im EnergieRaum trifft dieser Pionier nun auf eine moderne Wallbox – und wird so zum Sinnbild für den Wandel von Mobilität und Energieversorgung.

Zwei Filme, zwei Perspektiven – und alles ohne Knopfdruck
Der EnergieRaum setzt bewusst auf leichte Zugänglichkeit – besonders in der Heiztechnik-Ecke, wo zuvor viele Informationen schriftlich vermittelt wurden. Heute übernehmen zwei automatisch laufende Filme diese Aufgabe – unaufdringlich, aber wirkungsvoll.
Links im Raum vermittelt ein emotionales Imagevideo den Nachhaltigkeitsgedanken, den die Thüga Energie als Motor einer zukunftsfähigen Energieversorgung im Hegau vorantreibt. Der Fokus liegt dabei auf Photovoltaik, Batteriespeicher und CO₂-Einsparung. Wer tiefer einsteigen möchte, kann am Ende des Videos ergänzende Informationen zur aktuellen Stromproduktion vom Museumsdach, zum Eigenverbrauch und zur Klimabilanz im MAC 2 abrufen.

Rechts zeigt ein zweiter Film, wie vielfältig und alltagsnah moderne Gebäudetechnik heute bereits zum Einsatz kommt – von der Wärmepumpe bis zur Solaranlage. Im Mittelpunkt stehen individuelle, nachhaltige Energielösungen für Wohngebäude, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen – auch direkt hier im MAC 2.

Das Ausstellungskonzept folgt dabei einem klaren Prinzip: Weniger Text, mehr Erlebnis – und bei Interesse jederzeit die Möglichkeit zur Vertiefung. So bleibt die Ausstellung offen für alle – von Schulklassen bis Technikfans.

Dr. Markus Spitz, Geschäftsführer der Thüga Energie GmbH, sagt: „Wir möchten Energiethemen greifbar machen für alle – verständlich und visuell attraktiv. Der neue EnergieRaum beweist, dass man Menschen für Energie begeistern kann – mit wenig Text, anschaulicher Technik und einem klaren Narrativ. Die Verbindung aus Automuseum und Energieausstellung ist dabei bewusst gewählt: Mobilität und Energie gehören heute mehr denn je zusammen.“ Hermann Maier, Museumsgründer und Stifter des MAC-Museums, ergänzt: „Mit dem neuen EnergieRaum machen wir die komplexe Welt der Energie für alle zugänglich – verständlich, inspirierend und spannend. Die Ausstellung zeigt, was wir mit dem MAC immer erreichen wollten: Begeisterung für Technik, Design und Zukunft.“